Projekt (14) : Bündchen Bündchen Bündchen

Der Nachwuchs wächst und wächst und bei mir die Lust am Nähen. Aber da die erste Hose kein zufriedenstellendes Ergebnis lieferte, wollte ich mich erst einmal auf Bündchen stürzen, was mir leichter erschien.

Nach einiger Recherche und vielen Videos fand ich zwei Anleitung die mir sehr geholfen haben, einmal hier bei Rapantinchen…?  und dann bei der Erbsenprinzessin. Ich denke ich bin der Typ für bebilderte Anleitungen, bei Videos muss man ständig Start-Stopp klicken und das lenkt mich ab.😉

So nahm ich die alten H&M Hosen des Kindes, bei denen die Beine zu kurz waren, trennte die vorhandenen 3 cm Bündchen ab und nähte neue Bündchen an. Nachdem die erste Hose etwas holperig war, gelang es mir bei den nächsten Hosen schon viel besser und ich denke mit der Zeit werde ich dann auch wesentlich schneller werden. Übung macht ja den Meister.

Bündchen (1)

Und weil es so viel Spass machte und ich die alte blaue Fleecehose so langweilig fand nähte ich auch da noch Bündchen an. Wenn man erst mal bei der Arbeit ist …

Fleecehose mit Bündchen

Projekt (13) : Bügelflicken

Unser Nachwuchs hat eine blaue Nickihose geschenkt bekommen, die ich etwas langweilig fand und die meiner Meinung nach aufgeppt werden musste. Bei Dawanda habe ich dann Bügelflicken erstanden, die ich brav nach Anleitung aufgebügelt habe. Nach der ersten Wäsche kam sie mir jedoch schon entgegen und ich starrte traurig auf das Desaster. Da ich für eine weitere Hose die Anleitung meiner Nähmaschine konsultiert habe, stellte ich fröhlich fest, dass mir ja einen Applikationsstich zur Verfügung stand.

So nahm ich geschwind die Hose zur Hand, versuchte noch einmal die Applikationen mit dem Bügeleisen festzudrücken und nähte diese dann mit der Nähmaschine fest. Es ging einfacher als gedacht und Stolz präsentierte ich das Ganze meiner besseren Hälfte, die den Unterschied meiner Naht zur gekauften Naht überhaupt nicht bemerkte.

Hose mit Applikation

Projekt (12) : früher Bettwäsche heute ein Loop

Auf der Suche nach Möbeln für das Zimmer des Nachwuchses kam ich im August bei einem wohlbekanntem Einrichtungshaus an der dortigen Fundgrube vorbei. Ich erstand nun statt Möbeln, aus einem Set, einen Bettbezug, dem das Kopfkissen fehlte. Ich fand ja Smörboll schon immer toll und hatte auch gleich einige Ideen, wie man den Stoff wieder verwenden könnte: Hose, Schal, Mütze, Rock, etc.

Aber als erstes machte ich mich, als ich zu Hause ankam ans Auftrennen von 2,55m Stoff. Ich dachte, so eine meditative Aufgabe bei passender Musik wäre doch etwas, um meine Ungeduld zu zügeln. Nach über 2,5 Stunden Arbeit muss ich jedoch sagen, dass ich glaube ich das nächste mal lieber ein Mandala ausmale und für den Stoff lieber die Stoffschere nutze.🙂

Loop

Mit den Ratschlägen einer Bekannten entstand dann ein Loop (nicht zum Wenden geeignet), den ich jedoch so nicht nochmal nähen könnte und der aufgrund der schieren Stoffmenge, die dafür drauf gegegangen ist, auch erst im Herbst – also jetzt – getragen werden kann. Ich hatte ihn in die Schublade gelegt und ganz vergessen.

Projekt (11) – Die erste selbstgenähte Hose

Irgendwann kurz vor der Geburt des Nachwuchses habe ich auf den Seiten des Blogs Tag für Tag  eine sehr nette Schritt für Schritt Anleitung einer Kuschelhose  gefunden. Da ich noch ein paar Shirts übrig hatte, dacht ich mir, dass ich das mal schnell versuche. Leider war das Schnittmuster nicht mehr verfügbar, aber Marit von Tag für Tag, gab mir den Tipp es doch einfach mit einer momentan passenden Hose zu probieren.

Gesagt getan und ran an die Nähmaschine: Gleich beim ersten Versuch im Juni 2013 fraß mir die alte Nähmaschine meinen schönen dünnen apricot-farbenen Jersey-Stoff. So schmiss ich frustriert die Flinte ins Korn und wand mich anderen Beschäftigungen zu.

Im Juli diesen Jahres haben wir dann spontan das Kinderzimmer für den Nachwuchs umgeräumt und ich fand mit Erstaunen meine Stoffkiste und auch meine neue Nähmaschine,  die Brother Innovis 10 A, welche ich zum Geburtstag / Weihnachten geschenkt bekommen hatte.

Nun gut, also noch einmal frisch ran ans Werk: eine sommerliche Hose sollte es sein mit langen Beinen und Windelpopo. Also eine alte Hose her, auf den Stoff gelegt, abgezeichnet, ausgeschnitten, festgesteckt und dann mit einem Geradstich festgenäht. Wow, es klappte mit der neuen Maschine super, bis ich den ersten Fehler beging und so ein seltsames Gummiband einnähen wollte (s. Bild oben links). Frustriert nutzte ich, das erste mal den Nahttrenner und versuche es erneut mit einem anderen Gummiband. Diesesmal bin ich erfolgreich.

Pumphose

Stolz, stecke ich mein Kind in seine neue Hose und lasse es es herumlaufen, plötzlich erklingt ein furchtbares Geräusch – so ein tiefes Ratttschhhhh, bei dem es einem eiskalt den Rücken runterläuft und ich sehe wie die Naht im Schrittbereich förmlich in alle Richtungen explodiert. Unter Protest muss ich dem Kind die Hose wieder ausziehen und zu einem späterem Zeitpunkt reparieren. Da ich ein wenig unter Ungeduld und fehlender Erfahrung leide, rutsche ich dann beim Schließen der Naht ab und Nähe in den Stoff. In meiner Verzweiflung nähe ich, da die Erfahrung mit dem Nahttrenner bei diesem Stoff nicht ganz so positiv war, ein kreisförmiges Muster. Tja und seit dem weigert sich das Kind, die Hose anzuziehen. Vielleicht kratzt die Naht ja, wer weiß das schon – aber da es das erste selbstgenähte Stück ist, bleibt es noch in der Schublade des Kindes liegen und wartet auf Beachtung.

Einschlafen – Schlafen – Durchschlafen

„Seit nun fast vier Wochen üben wir schlafen. Schlafen ist DAS Thema schlecht hin, nichts bewegt die jungen Eltern mehr, na gut abgesehen von Beikosteinführung, der Entwicklung des Kindes, der …“

So begann der Post, den ich vor mehr als einem Jahr, Anfang September um genau zu sein, zu dem Thema schreiben wollte und dann nicht mehr weiterverfolgt habe. Warum wird sich vielleicht manche/r fragen. Weil es einfach zu anstrengend war, die Antwort von mir darauf.

Ich möchte an dieser Stelle alle Eltern endlich mal etwas loswerden:

Lasst euch bitte von niemandem erzählen das euer Kind ja schon alt genug ist um selbst einzuschlafen, zu schlafen und auch allein durchzuschlafen. Genauso möchte ich auch appellieren, endlich mal die Wahrheit zu sagen und nicht betreten zu schweigen, wenn das eigene Kind nicht durchschläft oder allein einschläft. Sondern JA zu sagen:

  • Ja es gibt Kinder die haben Schwierigkeiten mit dem Thema Schlafen, meine Vermutung ist sogar, dass es der größte Teil ist und nein das ist nicht schlimm. Schlimm ist nur es hinzustellen als wäre es etwas Abnormales nicht mehr zu können, verzweifelt zu sein und nicht mehr aus noch ein zu wissen.
  • Ja, es gibt seltsamerweise Kinder, die nicht auf Definitionen hören und nicht in Schemata passen wollen – und oje da gibt’s ja auch Erwachsene die nicht in Schemata passen
  • Ja, man hat schon vieles, wenn nicht sogar alles versucht : Ratgeber über Ratgeber gelesen, sich Meinungen von Fachexperten angehört, Unmengen an Süßkram gegessen, geschuckelt, geschaukelt, beruhigt und getäschelt, Händchen gehalten, Füßchen massiert, Liedchen gesungen, Nachtlichter angeschaltet, Platz im Elternbett gemacht, Brei verfüttert, gebadet, … – aber meist hat nichts oder nur wenig davon geholfen.

Und nun mein JA!

Ja, der Nachwuchs hat bis diesen August nicht durchgeschlafen : So haben wir 14 Monate  maximal zwei Stunden am Stück geschlafen, aus jeder Schlafphase wurden wir mit viel Geschrei geweckt und aus dem Bett taumelnd, haben wir versucht dem Nachwuchs zu helfen.

Und Plötzlich war das innerhalb einer Woche vorbei, denn plötzlich konnte der Nachwuchs schlafen und wir endlich auch wieder – zumindest meistens. So war das Einzige was uns wirklich geholfen hat, der Gedanke, dass alles nur eine Phase ist und wir es schaffen (naja und die extra Matratze und Decke neben dem Bett des Nachwuchses haben natürlich auch geholfen).

JA! Der Nachwuchs ist nun fast 1,5 Jahre alt und kann nicht selbst einschlafen, was anstrengend ist, aber es gibt wirklich Schlimmeres.

UND JA! Ich werde es jeder/m erzählen, die/der es hören möchte und ich werde nicht schweigen und es verschweigen. Also bitte redet darüber und macht aus einem scheinbarem Tabuthema, ein Thema über das man sich vernünftig unterhalten und auch mal jammern kann.

Beförderung (1) : Kinderwagen und Tragetuch

Früher oder später müssen sich alle Eltern einmal entscheiden, wie sie ihren Nachwuchs denn durch die Welt transportieren wollen. So komfortabel wie im Mutterleib soll es bitte auf jeden Fall sein: bequem, geschützt, warm und weich. Auch darf keine Sonne und kein Regen an das Kind kommen.

Nun ist das alles aber schier unmöglich, denn man stellt  recht schnell fest, das jede Transportmöglichkeit an ihre Grenzen stößt, möchte man der Gesellschaft (Ärzte, Verwandschaft, etc.) und seiner eigenen Komfortzone gerecht werden.

Der Markt der Produkte an sich ist riesig , die Preise zum Teil horrend und auch die Qual der Wahl ist unendlich.  So wird es uns leicht beeinflussbaren Eltern wie immer nicht leicht gemacht. Bei uns stand jedoch von Anfang an fest, dass wir tragen wollen. Die Wahl fiel schnell auf ein Tragetuch für unterwegs und ein Tragegestell für zu Hause. Erst nachdem der Nachwuchs da war, haben wir uns dann noch für einen Kinderwagen entschieden.

Was kann ich nun nach über einem Jahr Nutzung für die geneigten Leserinnern und Leser zum Besten geben? Genau! Vor- und Nachteile, die auf meiner ganz persönlichen Erfahrung beruhen – sich manchesmal direkt auf das spezielle Produkt oder aber auf die Tragehilfe beziehen, aber meistens doch eher auf die Nutzungsweise:

Zum Kinderwagen (ein Hartan Sprint) lässt sich folgendes festellenKinderwagen

  • Pro
    • das Kind kann immer abgelegt oder abgesetzt werden
    • das Kind kann leichter schlafen
    • man kann Einkäufe ziemlich einfach transportieren, vorausgesetzt der Einkauf hält sich in Grenzen oder man transportiert sein Kind nicht
    • man kann zu zweit oder in ganzen Herrscharen spazieren gehen und jeder kann mal schieben
    • wenn das Kind dann größer ist, kann die Raubtierfütterung einfacher erfolgen
  • Contra
    • der Preis, wenn man nicht gebraucht kauft und / oder ein paar Ansprüche hat
    • braucht viel Platz und Stellfläche (sowohl in Hausfluren als auch in Cafés), so kann eine Anhäufung von Kinderwagen, die Auswahl an Treffpunkt wirklich erschweren
    • man ist häufig auf Hilfe angewiesen, denn Deutschland ist Kinderwagenunfreundlich und Hindernisse (Absätze, fehlende Fahrstühle, enge Restaurantgänge) sind keine Seltenheit,
    • diese Sonnensegel sind der reinste Horror,
    • Regenplanen und Mückenschutz sind zwar toll und sinnvoll, aber sollte das Kind wach und kuckfreudig sein, versperren sie die Sicht
    • zusätzlich zum Kind, das Gewicht des Wagens und der jeweiligen Taschen
    • der Platz für die Einkäufe ist mit Kind im Wagen ziemlich gering, denn dieses süsse kleine Fach unterhalb des Wagens ist zum Verstauen nicht wirklich geeignet

Tragetuch (Storchenwiege, 5,20 m):Tragetuch Albert

  • Pro:
    • braucht wenig Platz,
    • man hat das Kind immer sehr nah bei sich,
    • half bei uns schneller beim einschlafen und hilft immer noch beim beruhigen,
    • man hat immer die Hände für noch wichtigere Dinge frei
    • man ist sehr viel selbstständiger als mit Wagen
    • man wird definitiv stärker, da die Muskeln proportional zur Größe des Kindes wachsen
    • sehr flexibel in der Handhabung
  • Contra:
    • die Länge (da haben wir uns falsch beraten lassen),
    • die Bindeweise (viel Geduld und Übung sind erforderlich),
    • man braucht ein dickes Fell (Sprüche (s. weiter unten), Blicke, etc.),
    • man benötigt für die kalte Jahreszeit passende Jacken oder Cover, die erst angeschafft werden müssen
    • man braucht, wenn man länger unterwegs ist, immer jmd. oder etwas zum Abgeben/Ablegen des Kindes,
    • je größer und agiler die kleinen Lieblinge sind umso schwerer ist das Binden, da sie Bewegungsfreiheit wünschen,
    • kann bei falschem Binden zu Rückenschmerzen führen,
    • essen gestaltet sich als schwierig bzw. bedarf einiger Übung,
    • brunchen und andere Völlerein fallen definitiv aus,   da die Bindung auf Höhe das Magens sitzt, der sich bekanntermaßen ausdehnt bei Befüllung, passt nicht mehr so viel hinein

Sprüche und Anekdoten zum Tuch

  • „Das ist doch total ungesund für die Hüfte“ — nein ist es nicht, wenn man ein paar Dinge beachtet; s. Artikel hier und hier
  • „Weilt das Kind denn überhaupt noch unter uns“ die Sprechstundenhilfe eines Arztes
  • „Ich glaub es atmet nicht mehr“
  • „Das schadet aber ihrem Rücken. Außerdem sind die Kinder doch dann total verwöhnt“
  • „Kriegt das überhaupt noch Luft“ Ja „Sind sie sich sicher“ Ja „Ja wenn sie meinen“
  • „In welchem Monat sind sie denn, wenn man fragen darf?“
  • „Ich würde auch gern noch mal so getragen werden“ eine Omi zu ihrer Freundin
  • „Die hats gut, da wäre ich jetzt auch gern“ Höhöh  .. Püff, Männer!
  • „Ach ist das goldig, darf ich mal anfassen“ Nein… Patsch Patsch „Niedlich, sie werden so schnell groß“
  • Ich bin mit dem Kinderwagen unterwegs, nur leider wollte das Kind nicht im selbigen liegen, also ab ins Tuch. Da meint nun eine ältere Dame an der Haltestelle: „Himmel was machen sie denn mit dem Kind, sie können doch nicht ihre Einkäufe auf dem Kind stapeln, “ Ähh … mach ich doch gar nicht … „Das bekommt ja gar keine Luft mehr“ Das Kind hängt hier im Tuch „Also sowas“ „Hier vorn bei mir“ Irritierter Blick und dann ein verlegen gemurmeltes „Oh, na dann … ich dachte nur, dasss“ … zum Glück kommt manchesmal auch passend die Bahn und man muss nicht antworten.

Wir haben auch noch eine Manduca, jedoch nutzt die, meist nur meine bessere Hälfte. Man kann damit schnell und einfach das Kind tragen, aber  mir persönlich ist es zu unflexibel und ich bekomme davon Rückenschmerzen.  Des Weiteren, finde ich, dass das Kind darin nicht so schön angehockt sitzt, wie im Tuch.

Mein ganz allgemeines Fazit zu den Beförderungsmöglichkeiten ist nun, dass jedes der genannten Mittel seine Berechtigung hat und ich im nachhinein auf keines hätte verzichten wollen. Ich für meinen Teil liebe jedoch das Tuch, verfluche oft die Manduca und habe den Kinderwagen, als Notwendigkeit akzeptiert.

Jeder muss am Ende für sich entscheiden, was einem am meisten liegt und die Möglichkeiten des Leihens von Gegenstände dabei nutzen. Man sollte sich auch im Klaren darüber sein, das es zu den Tragehilfen immer mehr Kommentare geben wird als zu dem Kinderwagen, der als gesellschaftlich akzeptiert gilt.

Projekt (10) : Geschenke verpacken

Ich finde Geschenke sollten verpackt werden, denn das Auge isst ja mit. Natürlich kann der Eine es besser und der Andere übt noch, aber immer kommt es darauf an, dass man es zumindest versucht hat. Persönlich habe ich auch nichts gegen Zeitungspapier, denn auch das kann sehr schön aussehen.

Tetrageschenkverpackung

Nun habe ich versucht, aus den doch häufig bei uns anfallenden Getränkeverpackungen, eine Geschenkverpackung zu basteln. Ich bin noch am üben, denn der Tetrapack stellt mich vor ein paar Herausforderungen. Dazu zählt das Falten und Knicken der Verpackung. Gefolgt wird das Ganze von der Frage, mit welcher Technik (Bemalen, Decoupage, …) man das Produktlayout verschwinden lassen kann. Nun die Zeit wird eine Lösung bringen oder das Surfen im Web. *denk*