Kurioses (1) – Das Bad

Da nimmt man sich eine Wohnung und achtet nur auf deren Vorteile: ob der Balkon groß genug ist, ob die Fenster genug Licht reinlassen, ob es ein Tageslichtbad gibt (und wenn nicht dann wenigstens eine Lüftung), ob die Wohnung gut liegt, wie sie verkehrstechnisch angebunden ist, etc.. . Die Nachtteile, wenn nicht gravierend, blendet man meistens aus.

In diesem Fall, war es die Beleuchtung des Gästebades, die uns schon ziemlich genervt hat, die aber bei Gästen zu noch mehr Verwirrung führte. So, oder so ähnlich ist dann auch der Dialog mit Gästen abgelaufen:

„Du sag mal, wo ich kann ich denn …“ – „Vorn im Eingangsbereich, du…“ – „Ich finds schon,“ schnelle Fusses ist der Gast verschwunden und kommt kurz darauf verwirrt und genervt wieder „Äh, sag mal wo ist denn der Lichtschalter.“ „Hinter der Tür!“ „Wer ist denn auf die Idee gekommen?“

Ja, das haben wir uns auch gefragt. Denn der Lichtschalter befindet sich wirklich außerhalb des Bades, versteckt hinter der Badtür, welche sich auch noch nach außen öffnet und den Zugang damit natürlich auch nicht unbedingt erleichtert. Um nun weiterer Verwirrung entgegenzuwirken und uns auch die Nutzung  des Gästebades schmackhaft zu machen, haben wir eine kleine Lampe mit Kippschalter angebracht. Zwar nicht besonders hell, aber doch anheimelnd und kuschelig. Jetzt fehlen nur noch Zeitschriften, Bücher und was der Mensch sonst noch auf dem stillen Örtchen benötigt. 🙂

Kurioses_1

Aus Sicht des Nachwuchses (2)

Und gleich am  Anfang eine Woche ausgesetzt. Nun ja das passiert manches mal. Seien wir an dieser Stelle doch aber lieber ehrlich, denn es gibt auch Wochen, da hat man keine Lust und oder Zeit.

Bei dieser Hitze war und ist natürlich die Mutti ganz besonders interessant. Da das Bild aber zensiert werden müsste, sind es folgende drei Dinge, die momentan an erster Stelle auf der Anstarr-Fazinationsliste stehen, geworden: der Bio-Baumwolle-Teddy mit seinem top modischen Halstuch (ich wusste das dessen Schnauze groß ist, aber so – überwältigend!), das Stillkissen (ich vermute das Muster und die Farben haben es ihr angetan) und das wunderschöne Drachenmobile (wobei ich finde, dass die kleinen Tierchen eher wie Seepferdchen mit Schmetterlingsflügeln aussehen), das immer in Bewegung sein muss – sonst gibt es Ärger. 😉

Mobile-Kissen-Baer

Warum… (1)

… geben eigentlich so wenig Leute zu, dass es mit einem Säugling nicht immer ganz einfach ist? Es gibt scheinbar Kinder die schon von Anfang an durchschlafen, die nie schreien (Ausnahme sie sind krank), die nie krank sind, die nie Probleme machen, die schon laufen können bevor sie … Lassen wir das, ich glaube mein Punkt ist deutlich geworden. Was ist so schlimm daran einfach mal zu sagen „Weißt du, mein Kind geht mir gerade richtig auf die Nerven. Ich kann nicht mehr“?Das passiert und kommt in den besten Familien vor. Warum muss man so tun, als wäre alles superschön und mit glitzernden Zuckerperlen überzogen, nur damit nach Außen den Schein gewart werden kann? Warum haben wir solchen Angst unsere Frustration mit anderen zu teilen? Warum kann man nie ehrlich zugeben, dass es einem schlecht geht, ohne gleich dafür verurteilt oder bemitleidet zu werden? Bzw. sich wie ein Versager zu fühlen?

Nun man möchte sich keine Blösse geben vor anderen, auf keinen Fall Schwäche zeigen, nicht in Schubladen gesteckt werden. Aber frisst man seinen Frust oder was immer einen bedrückt in sich hinein, wird es doch auch nicht besser. Also plädiere ich an dieser Stelle für mehr Ehrlichkeit und Offenheit. Nein, ich möchte nicht, das sich nun alle um den Hals fallen und sich ihre Lebensgeschichten erzählen. Aber ich möchte auf Fragen die ich stelle, ehrlich Antworten und nicht verständnislose Blicke oder Unwahrheiten bekommen. Ich möchte das es den Mut zur Lücke wieder gibt und nicht alles perfekt sein muss. Ich möchte …