Bastelprojekt (5) : Wohnzimmerwand

Wir haben Besuch, der sich mit dem Nachwuchs beschäftigt und es uns ermöglicht auch einmal ein paar privaten Projekte in Angriff zu nehmen. Angefangen habe ich mit der Gestaltung der Wand in unserem Wohnzimmer, das ansonsten mit weißen Wänden glänzte. Ich finde weiß zwar ganz nett, aber es wirkt auch steril und ziemlich kühl. Manches mal so gar leblos.  Da wir es aber gemütlich mögen und der Nachwuchs auch etwas farbiges außer der Kleidungsstücke und dem Spielzeug haben soll, durfte ich dann am Samstag meiner Kreativtät freien Lauf lassen.

Wichtig war mir, dass der Sofabereich optisch ein wenig vom Essbereich abgetrennt ist. Des Weiteren musste die Wand farblich zum frisch erstanden Teppich (s. hier) passen. Dieser hatte jedoch nicht, wie erwartet, viele warme Töne, sondern spielt eher in die kühle Richtung.

Ich wollte einen warmen Farbverlauf, von Gelb- über Orange- zu Rottönen. Schuld, dass das nicht so ganz geklappt hat, war die Kombination aus Streichzeit (vormittags, bei strahlendem Sonnenschein) und der helle Grundfarbton, den ich aus sehr schlecht deckendem Innenraumweiß und gelber Abtönfarbe gemischt habe. Am Ende gab ein bißchen „persisch Rot“ dem Ganzen dann doch noch den gewünschten Verlauf. Es ist überraschender Weise ziemlich pastellig geworden wir sind aber trotzdem zufrieden.

Wohnzimmerwand-2

Kurioses (2) – Fusseln

Jeder kennt sie und jeden nerven sie, Fusseln! Häufig findet man sie an Kleidungsstück (H&M, Bench, etc.) und natürlich in den ungünstigsten Momenten. Die erste Erfahrung mit Schwarzlicht war so ein ungünstiger Moment. Meist hat man dann natürlich keine Fusselbürste zur Hand und steht bedröppelt da. Und nun fragt man sich?

Das einem das aber auch bei einem Teppich passieren kann, war mir bisher unbekannt. Aber siehe da, auch das ist möglich und so hatten wir plötzlich große Mengen an Fusseln am Teppichrand liegen. Nun gut dachten wir, eine einmalige Sache und nach dem Saugen sind sie dann weg. Waren sie natürlich, aber sie blieben es nicht. So geht uns das nun schon seit einer Woche.

Fusselteppich

Ein Anruf beim Verkäufer Esprit ergabe, dass das bis zu 3 Monaten dauern kann. Wenn es danach immer noch fusselt, könnten wir ja reklamieren. Hmm, toll. Einige werden sagen, ich würde das gleich retounieren und sie haben ja auch recht. Aber erst ist so wunderschön weich und hat so tolle Farbverläufe. Nun gut, dann warten wir und entfernen tapfer täglich die Fusseln.

Ein Notfall…

… äußerst dringend, seelisch und Erste-Hilfe-Maßnahmen mussten sofort eingeleitet werden. Was macht Frau also in solchen Momenten, sie greift normalerweise zur Schokolade. Da ich nun aber nicht der Schokoladentyp bin, sondern eher auf Kuchen stehe, musste es ein Schokoladenkuchen werden. Ist es auch!

DerNotfall

Mein persönlicher Notfallkuchen, dazu gibts Eis und wenn es mir ganz schlecht geht auch Sahne (ob Saure oder Schlag, ist Frau egal. Nur Kalorien sind wichtig!).

Das ursprüngliche Rezept für den Seelentröster stammt aus dem Buch „Brownies : einfach schokoladig“ von Linda Collister und nennt sich „Saftige Brownies ohne Mehl“.  Da ich aber fast nie Nüsse zu Hause habe und mir die meisten Rezepten zu süss sind, wurde es auf meine Bedürfnisse angepasst. Damit wären wir bei : 450 g Lieblingsschokolade, 215 g Butter, mind. 200 g Zucker (hängt von der Süsse der Schokolade ab und welchen Zucker man nimmt), 80 g Kakao, 6 große Eier. Nun benötigt man noch 20 min Zeit, in der man die Schokolade mit der Butter im Wasserbad schmilzt (für ganze Schnelle: es geht auch ohne Wasserbad) und das Ganze dann mit dem Zucker, den Eiern und dem Kakao verrührt. Nun nur noch 20-30 min bei 180°C in den Ofen (aber nicht zu lange, der Kern muss noch feucht sein) und dann kann man sich auf dem Sofa zurückziehen und entspannen.

Achja und wenn man den ganzen Kuchen nicht schafft, dann friert man ihn Portionsweise ein und kann einzelne Stücke in der Mikorwelle , bei weiteren Notfällen, schnell auftauen.

Bastelprojekt (4) : ein neues Shirt

Ich habe schon des längeren das Buch „Hilfe! Meine Jeans hat ein Loch : Repair-Ideen für Kleiderkatastrophen; ratz – fatz Lieblingsstücke retten“ von Laura Hertel in meinem Bücherschrank stehen. Da sich auch in meinem Kleiderschrank Stücke finden, die es zu retten gilt. Letztes Jahr habe ich dann von einer Freundin eine ausrangierte Nähmaschine geschenkt bekommen und so stand der Rettung nichts, außer Diverse andere Projekte, entgegen.

Mein erster Versuch dieses Jahr war es, aus einem zu großen und ausgeleirtem Shirt, ein passendes zu formen. Der Vorgang des Verkleinerns, Anpassens und Nähens war noch ziemlich holperig und das Ergebnis nicht ganz so fehlerfrei. Aber es passt!

Nun gut, sieht man von den nicht korrekt aufeinander gelegten Nähten, schiefen Nähten und den etwas zu engen Ärmeln ab, da meine Vorlage ein mit stretchanteil ausgestatteter Pullover war. 😉

Bastelprojekt Shirt

Wir merken uns also für die nächsten Versuche, dass:

  • die Vorlage ein gut passendes Shirt sein sollte,
  • man das anzupassende Shirt unbedingt richtig glatt ziehen muss,
  • der Strech-Anteil beim Umriss abzeichen berücksichtigt werden sollte,
  • man immer etwas mehr abzeichen sollte (nennt sich wohl Nahtzugabe),
  • man immer genug Stecknadeln da haben sollte,
  • das Garn, welches zum Nähen benutzt wird, auch zum Shirt passen sollte oder zumindest den eigenen Farbbedürfnissen entsprechen sollte