Projekt (12) : früher Bettwäsche heute ein Loop

Auf der Suche nach Möbeln für das Zimmer des Nachwuchses kam ich im August bei einem wohlbekanntem Einrichtungshaus an der dortigen Fundgrube vorbei. Ich erstand nun statt Möbeln, aus einem Set, einen Bettbezug, dem das Kopfkissen fehlte. Ich fand ja Smörboll schon immer toll und hatte auch gleich einige Ideen, wie man den Stoff wieder verwenden könnte: Hose, Schal, Mütze, Rock, etc.

Aber als erstes machte ich mich, als ich zu Hause ankam ans Auftrennen von 2,55m Stoff. Ich dachte, so eine meditative Aufgabe bei passender Musik wäre doch etwas, um meine Ungeduld zu zügeln. Nach über 2,5 Stunden Arbeit muss ich jedoch sagen, dass ich glaube ich das nächste mal lieber ein Mandala ausmale und für den Stoff lieber die Stoffschere nutze. 🙂

Loop

Mit den Ratschlägen einer Bekannten entstand dann ein Loop (nicht zum Wenden geeignet), den ich jedoch so nicht nochmal nähen könnte und der aufgrund der schieren Stoffmenge, die dafür drauf gegegangen ist, auch erst im Herbst – also jetzt – getragen werden kann. Ich hatte ihn in die Schublade gelegt und ganz vergessen.

Projekt (11) – Die erste selbstgenähte Hose

Irgendwann kurz vor der Geburt des Nachwuchses habe ich auf den Seiten des Blogs Tag für Tag  eine sehr nette Schritt für Schritt Anleitung einer Kuschelhose  gefunden. Da ich noch ein paar Shirts übrig hatte, dacht ich mir, dass ich das mal schnell versuche. Leider war das Schnittmuster nicht mehr verfügbar, aber Marit von Tag für Tag, gab mir den Tipp es doch einfach mit einer momentan passenden Hose zu probieren.

Gesagt getan und ran an die Nähmaschine: Gleich beim ersten Versuch im Juni 2013 fraß mir die alte Nähmaschine meinen schönen dünnen apricot-farbenen Jersey-Stoff. So schmiss ich frustriert die Flinte ins Korn und wand mich anderen Beschäftigungen zu.

Im Juli diesen Jahres haben wir dann spontan das Kinderzimmer für den Nachwuchs umgeräumt und ich fand mit Erstaunen meine Stoffkiste und auch meine neue Nähmaschine,  die Brother Innovis 10 A, welche ich zum Geburtstag / Weihnachten geschenkt bekommen hatte.

Nun gut, also noch einmal frisch ran ans Werk: eine sommerliche Hose sollte es sein mit langen Beinen und Windelpopo. Also eine alte Hose her, auf den Stoff gelegt, abgezeichnet, ausgeschnitten, festgesteckt und dann mit einem Geradstich festgenäht. Wow, es klappte mit der neuen Maschine super, bis ich den ersten Fehler beging und so ein seltsames Gummiband einnähen wollte (s. Bild oben links). Frustriert nutzte ich, das erste mal den Nahttrenner und versuche es erneut mit einem anderen Gummiband. Diesesmal bin ich erfolgreich.

Pumphose

Stolz, stecke ich mein Kind in seine neue Hose und lasse es es herumlaufen, plötzlich erklingt ein furchtbares Geräusch – so ein tiefes Ratttschhhhh, bei dem es einem eiskalt den Rücken runterläuft und ich sehe wie die Naht im Schrittbereich förmlich in alle Richtungen explodiert. Unter Protest muss ich dem Kind die Hose wieder ausziehen und zu einem späterem Zeitpunkt reparieren. Da ich ein wenig unter Ungeduld und fehlender Erfahrung leide, rutsche ich dann beim Schließen der Naht ab und Nähe in den Stoff. In meiner Verzweiflung nähe ich, da die Erfahrung mit dem Nahttrenner bei diesem Stoff nicht ganz so positiv war, ein kreisförmiges Muster. Tja und seit dem weigert sich das Kind, die Hose anzuziehen. Vielleicht kratzt die Naht ja, wer weiß das schon – aber da es das erste selbstgenähte Stück ist, bleibt es noch in der Schublade des Kindes liegen und wartet auf Beachtung.